Piepmätze- was ist das?

Hierbei handelt es sich um eine Musikgruppe für Babys bzw. Kleinkinder. Gemeinsam mit einer vertrauten Bezugsperson kommen die Piepmatzkinder einmal pro Woche für eine Stunde zum Singen, Tanzen, Spielen und Musik machen in die Musikschule.

Dabei gilt: Die Erwachsenen sollen mitmachen, die Kinder dürfen– oftmals dauert es viele Wochen, bis sich die Kleinen trauen, beim Schneckenlied mitzurennen oder auf die große Trommel zu hauen (oder es passiert nie). Manches Kind kann zu Hause alle Lieder singen, obwohl es in der Stunde nur still und scheinbar desinteressiert beobachtet, ein anderes ist von der ersten Stunde an voll dabei. Beides ist vollkommen in Ordnung! Eins aber ist klar: Je freudiger und positiver die Erwachsenen mitmachen, desto sicherer werden die Kinder: Was Mama oder Papa sichtlich Spaß macht, kann ja schließlich so verkehrt nicht sein.

Einige Lieder und Rituale ziehen sich durch alle Piepmatzkurse und werden nicht verändert, zum Beispiel das Begrüßungslied. Was für Erwachsene vielleicht eintönig oder langweilig erscheint, ist für die Kinder enorm wichtig: „Das machen wir immer so“ bedeutet: „Ich kenne mich hier aus. Ich weiß, was als Nächstes kommt. Ich fühle mich hier sicher.“

Im Verlauf der Kurse werden viele Inhalte nach und nach behutsam ausgetauscht. Manche verschwinden für immer, andere sind nur in bestimmten Jahreszeiten an der Reihe und kehren irgendwann wieder.

Wer einmal nicht zur Stunde kommen kann, wird um eine möglichst frühzeitige Absage gebeten.  Zu manchen Zeiten häufen sich die Absagen wegen Urlaubszeiten, Krankheitswellen, großer Hitze etc. Sollte das so sein und es können nur maximal 3 Kinder in die Gruppe kommen, wird der Termin abgesagt. Diejenigen, die gekommen wären, können ihre Stunde nach individueller Absprache in einer anderen Gruppe nachholen.

Piepmätze- und was kommt dann?

Die Piepmatzgruppe kann je nach Interesse des Kindes bis zum Altern von etwa 3 1/2 Jahren und darüber hinaus besucht werden. Besonders in Gruppen, die lange relativ geschlossen zusammenbleiben, „wächst“ das musikalische Repertoire über die Monate mit den Kindern mit. Jeder Kurs hat meistens seine ganz eigenen Hits: Eine Gruppe liebt Klanghölzer, in der nächsten sind Kreisspiele der Renner, eine andere braucht vielleicht besonders viele Bewegungslieder. Das Piepmatzprogramm ist nicht starr, sondern wird flexibel auf die Bedürfnisse und Vorlieben der jeweiligen Gruppe angepasst.

Wenn die Kinder irgendwann endgültig aus der Piepmatzgruppe herausgewachsen sind, können sie in einen Musifantenkurs für die Großen wechseln und ohne Eltern die Musikstunde besuchen. Der Übergang verläuft fast immer problemlos und die Kinder sind meist sehr stolz, dass sie jetzt groß genug für diesen Kurs sind.